TI-Status

RSA zu ECC Migration

Die Telematikinfrastruktur (TI) stellt ihre Kryptografie um.

ECC für Sicherheit und Zukunftsfähigkeit

Mit der Umstellung von RSA (Rivest-Shamir-Adleman) auf ECC (Elliptic Curve Cryptography) stärkt die gematik die kryptografische Grundlage bestehender Systeme der TI. ECC ermöglicht bei kürzeren Schlüsseln ein höheres Sicherheitsniveau und reduziert gleichzeitig Rechenaufwand sowie Speicherbedarf. Damit erfüllt die TI aktuelle Sicherheitsstandards und optimiert die Performance sicherheitskritischer Anwendungen. 

Primärsystemhersteller und Dienstleister vor Ort sollten jetzt die Migration auf ECC vornehmen und die notwendigen Änderungen sowohl in ihren Systemen als auch bei den Leistungserbringerorganisationen umsetzen.

Start der ECC Testwochen Q2/2026

Testwochen zwischen dem 27. April und 31. Mai 2026

Liebe TI-Teilnehmer und Hersteller,

wir möchten Sie herzlich dazu einladen, an unseren bevorstehenden Testwochen Q2 2026 auf der RU teilzunehmen und aktiv mitzuwirken.

Diese Gelegenheit bietet Ihnen, letztmalig vor dem Start der RSA2ECC-Migration auf der PU im Juli 2026, die Chance, die ECC-Fähigkeit Ihrer Primärsysteme final zu verifizieren.

Damit alles reibungslos verläuft, haben wir die wichtigsten Termine für Sie zusammengestellt:

📅 Wichtige Termine (Testwochen zwischen dem 27. April und 31. Mai 2026):

  • 27.04. RSA-Abschaltung QES/nonQES
  • 27./28.04. Quickcheck
  • 29.04. - 31.05. ECConly-Testphase (QES/nonQES) intern/extern
  • 01.06. RSA-Anschaltung
  • 01./02.06. Quickcheck
  • ab 03.06. allgemeine Tests auf der RU (RSA/ECC aktiv)

Für eine optimale Vorbereitung finden Sie alle relevanten Informationen auf unserer Confluence-Seite: RSA2ECC-Testwochen Q2 2026

Das Ziel dieser Testwochen ist es, die Interoperabilität Ihrer Primärsysteme nach der Abschaltung von RSA (QES/nonQES) zu prüfen - Gleichzeitig möchten wir Feedback sammeln.
 
Warum sollten Sie teilnehmen? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat klare Vorgaben zur Nutzung von Verschlüsselungsalgorithmen veröffentlicht, die ab Mitte 2026 in der TI gültig sein werden. Die Einhaltung dieser Richtlinien ist essenziell, um die Zukunftsfähigkeit Ihrer Produkte zu gewährleisten.
 
Falls Sie Fragen haben, Anmerkungen machen möchten oder Erfahrungen teilen wollen, steht Ihnen unser ServiceDesk-Portal zur Verfügung. Unsere Fachexperten unterstützen Sie gern bei allen Anliegen.
 
Wir freuen uns auf Ihre aktive Teilnahme und wünschen Ihnen erfolgreiche Testwochen!

 

Einsatz von RSA ab 1.7.2026 unzulässig

Der Einsatz des RSA-Algorithmus mit Schlüssellängen zwischen 1900 und 3000 Bit ist gemäß der Technischen Richtlinie BSI TR-02102-1 in Verbindung mit der SOG-IS-2020-Anforderung im Übergangszeitraum noch bis zum 30.06.2026 zulässig. Diese Vorgabe des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik betrifft insbesondere sicherheitsrelevante Komponenten wie Konnektoren.

Zeitplanung zur Umstellung von RSA auf ECC

Komponenten / Anwendungen mit QES (Qualifizierte elektronische Signatur)
Der Einsatz von RSA (1900–3000 Bit) ist ab 01.07.2026 unzulässig. Die Regelungen gemäß eIDAS und der Bundesnetzagentur lassen keinen Ermessensspielraum zu. Nach Einschätzung von gematik und BSI würde somit die Nutzung von RSA-2048 nach dem Stichtag des SOG-IS-Katalogs als Verletzung der Aufsichtspflichten gewertet. In einem solchen Fall müssten alle betroffenen Zertifikate gesperrt werden.

Komponenten / Anwendungen nonQES (ohne qualifizierte elektronische Signatur)
Der Einsatz von RSA (1900–3000 Bit) ist nach dem Übergangszeitraum, ab dem 01.07.2026, unzulässig. Die Verantwortung liegt bei der gematik in Abstimmung mit dem BSI. Das BSI empfiehlt dringend, RSA-Schlüssel < 3000 Bit nicht über 2025 hinaus zu verwenden.

Weitere Informationen zu QES und nonQES finden Sie hier
 

Zeitlicher Projektplan

FAQ