FAQ zum Konnektorsimulator für Primärsysteme

1. Der Verbindungsaufbau zwischen meinem Primärsystem und KoPS funktioniert nicht, was kann ich tun?

Bitte prüfen Sie, ob im Konsolenfenster Fehlermeldungen ausgegeben werden, welche den Text „java.net.BindException: Address already in use: bind“ enthalten. Ist dies der Fall, so prüfen Sie bitte ob die konfigurierten Ports (Oberfläche => Einstellungen) frei sind (z.B. unter Windows mit „netstat -an -p TCP“). Die Standardports 80 bzw. 443 können auch schon von anderen Anwendungen belegt sein. Sie können die Standardports in der Oberfläche ändern. Bitte prüfen Sie nach der Änderung wieder das KoPS Konsolenfenster auf Fehlermeldungen. Tritt keine Fehlermeldung mit dem Text „java.net.BindException: Address already in use: bind“ auf, so ist KoPS richtig konfiguriert.

2. Wieso können die Clientparameter in den Testfällen nicht verändert werden?

Dem Verhalten der Testsuite liegt folgende Anforderung aus gemILF_PS zugrunde:

TIP1-A_4959 Konfigurierbarkeit von Kontext-Parametern

Innerhalb des Primärsystems MUSS eine Konfigurationsverwaltung vorhanden sein, welche die Parameter MandantId, ClientSystemId, WorkplaceId und UserId entsprechend Abb_LFPS_01_Element Context gemäß ConnectorContext.xsd” abbildet. Die Parameter sind alphanumerisch und haben eine Maximallänge von 64 Zeichen.

Die Überprüfung dieser MUSS Anforderung erfolgt, indem die Clientparameter in den Testfällen fest hinterlegt sind und nicht verändert werden können.

3. Welche Screenshots müssen im Testbericht angehängt werden?

Bitte vergewissern Sie sich, dass alle im Test-schritt „Screenshots anhängen“ beschriebenen Prüfpunkte wirklich mit Screenshots belegt sind.

4. Welche Fehlermeldung muss mein Primärsystem im Testfall CardType_01 anzeigen?

Es wird eine Fehlermeldung mit den folgenden Aussagen erwartet:

„Der Typ der Karte ist unbekannt.

Mögliche Fehlerursachen können sein:

  • keine eGK / KVK gesteckt
  • Karte nicht lesbar
  • Karte falsch gesteckt
  • "alte" eGK gesteckt

Im Fall einer "alten" EGK besteht kein gültiger Leistungsanspruch. Bitte beim Versicherten nachfragen, ob diese Karte seine aktuelle eGK ist. Nur wenn der Versicherte keine aktuellere eGK besitzt, soll er an seine Krankenkasse verwiesen werden.“

5. Welche Fehlermeldung muss mein Primärsystem im Testfall Dienstverzeichnis_04 anzeigen?

Die angezeigte Fehlermeldung muss auch die Fehlerursache anzeigen, d.h. dass keine unterstützte Version für die Services vorliegt.

6. Welche Fehlermeldung muss mein Primärsystem im Testfall Offline_ReadVSD_02 anzeigen?

Nach einem VSD-Update muss auch eine Veränderung bezüglich der besonderen Personengruppe und / oder des DMP Merkmals angezeigt werden.

7. Welche Fehlermeldung muss mein Primärsystem im Testfall Online_ReadVSD_04 anzeigen?

Sind die Daten auf der eGK inkonsistent (EF.StatusVD inkonsistent), so muss die Fehlermeldung auch einen Hinweis an den Nutzer enthalten, die Online-Prüfung zu wiederholen, damit die Aktualisierung der Daten erfolgreich abgeschlossen werden kann.

8. Welches Verhalten wird von meinem Primärsystem in den Testfällen Online_ReadVSD_06, Online_ReadVSD_07 und Online_ReadVSD_08 erwartet?

Eine fehlgeschlagene Onlineprüfung (z.B. bei Nichterreichbarkeit der TI oder eines Fachdienstes) darf das Lesen der eGK nicht verhindern. Das Primärsystem muss das Speichern der Versichertenstammdaten und des Prüfungsnachweises auch in diesem Fall ermöglichen.

9. Welche Fehlermeldung muss mein Primärsystem im Testfall Online_ReadVSD_13 anzeigen?

Die Fehlermeldung zu Fehlercode 105 muss einen Hinweis enthalten wie „Die eGK ist fehlerhaft/defekt. Bitte setzen Sie sich mit der Krankenkasse in Verbindung.“

10. Welches Verhalten wird von meinem Primärsystem in den Testfällen PIN-Handing_06 und PIN-Handing_07 erwartet?

Im Falle einer gesperrten PIN (nach mehrfacher Falscheingabe der PIN) muss das Primärsystem zur Eingabe der PUK auffordern (und nicht der PIN!).

11. Muss die mit KoPS Puppetry für eine bestimmte Version der Primärsystemsoftware erlangte Bestätigung der VSDM-Anwendung mit KoPS 2.1 wiederholt werden?

Die VSDM-Testfallkataloge sind in der aktuellen Version 1.0.6 für KoPS Puppetry und KoPS 2.1 inhaltlich identisch und damit derzeit auch gleichwertig, was das Bestätigungsverfahren für die Konformität des Primärsystems zur Konnektorschnittstelle anbetrifft. Insbesondere kann (derzeit) somit eine Bestätigung der VSDM-Funktionalität sowohl mit KoPS Puppetry als auch mit KoPS 2.1 erfolgen bzw. anders herum ausgedrückt besitzt die VSDM-Bestätigung auf Basis von KoPS Puppetry noch Gültigkeit.

12. Das NFD/AMTS-XML-Dokument ist schemakonform, wieso lehnt KoPS 2.1 es ab?

Das Fachmodul prüft das XML-Dokument gegen das Schema sowie alle in [gemSpec_InfoNFDM/gemSpec_Info_AMTS] aufgeführten Validitätskriterien. Schlägt die Validierung fehl, bricht das Fachmodul die Operation mit dem Fehler 5017 (NFDM) bzw. 6058 (AMTS) ab. KoPS 2.1 gibt ab Version 2.1.16 Detailinformationen zu den fehlgeschlagenen Validitätskriterien mit, um Ihnen die Fehlersuche zu erleichtern. Diese Detailinformationen werden unter Umständen von den Konnektoren nicht in die Response generiert. Die Syntax der Detailinformation bildet den Pfad zu dem Element/Attribut, welches fehlerhaft ist. Das ist also der technische Pfad, wie er in der XSD bzw. im übersetzen Java-Code abgebildet ist. Zum Beispiel bedeutet die Meldung amts.mp.s.0.mOrXOrR.0.m.ps [Das Element darf nicht vorhanden sein.]: Der Fehler liegt hier im "AMTS-Dokument" [amts] > im "MP-Datensatz" [mp] > in der 0ten (Nullten) "Gruppierung von Medikationseinträgen"[s.0] > Im 0ten (Nullten) meTyp (also "Medikation" oder "Freitextzeile" oder "Rezeptur") [mOrXOrR.0] > der meTyp ist eine "Medikation" [m] > Im "Code-System PZN" [ps].

13. Manche WebService-Frameworks erzeugen auf der Clientseite zur Laufzeit eine WSDL-Abfrage an den WebService-Server, etwa zum Auslesen der Service-Endpunkte. Dürfen Primärsysteme solche Requests an den Konnektor als WebService-Server versenden?

Der Designansatz der gematik war bei der Spezifikation für den Konnektor, dass die veröffentlichten Schnittstellenbeschreibungen Grundlage für die Implementierung sind und nicht die Schnittstellenbeschreibung der Implementierung. Daher ist die Bereitstellung der WSDLs zur Laufzeit nicht notwendig und ein Primärsysystem MUSS ohne diese mit dem Konnektor kommunizieren können. Zur Laufzeit stellt der Konnektor den Dienstverzeichnisdienst zur Verfügung. KoPS 2.1 stellt nur den DVD, und nicht die WSDL zur Verfügung. Siehe auch die aktuelle FAQ-Liste (https://fachportal.gematik.de/spezifikationen/online-produktivbetrieb/, ganz nach unten scrollen zu #Klarstellungen zu Spezifikationen - FAQ und die xlsx-Datei herunterladen, siehe Eintrag Q_1120) .