Implementierungshinweise für Primärsystemhersteller

Generelle Implementierungshinweise finden Sie weiter unten auf dieser Webseite.

Aktuelle Hinweise

1. Neue DMP-Kennzeichen zum 01.01.2019

Auf Basis des Beschlusses des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wurde die technische Anlage zur Anlage 4a BMV-Ä um drei neue DMP-Kennzeichen erweitert. Die technische Anlage zur Anlage 4a BMV-Ä wurde am 01.07.2018 veröffentlicht und tritt am 01.01.2019 in Kraft. Aufgrund dieser Festlegungen wird die Schlüsseltabelle für die DMP-Kennzeichnung im VSD-Schema 5.2.0 wie folgt erweitert:

Feldname: DMP_Kennzeichnung, Erweiterung der Schlüsseltabelle um:

7 = Chronische Herzinsuffizienz

8 = Depression

9 = Rückenschmerz

2. eGK G1+ ungültig ab 01.01.2019

Eine C2C-Authentisierung ist ab 01.01.2019  nicht mehr mit der eGK G1+ möglich. Der Konnektor übermittelt an das Primärsystem den Fehlercode 4192: G1+ ungültig (kein gültiger Leistungsanspruchsnachweis). Der Versicherte soll gefragt werden, ob er nicht in der Zwischenzeit eine neuere eGK von der Kasse zugeschickt bekommen hat.  Nur wenn der Versicherte keine aktuellere eGK besitzt, soll er an seine Krankenkasse verwiesen werden. Mit der eGK G1+ werden die letzten eGKs aus dem Feld genommen, die noch das VSD-Schema 5.1 verwenden.

3. Neu eingeführt in 2018: TI-Komponenten SubCA3 
In 2018 wurde neben der bekannten TI-Komponenten-SubCA1 die neue CA3 in Betrieb genommen, d.h. im Laufe des Jahres 2018 begann die Produktion von gSMC-K-Gerätekarten, deren End-Entity-Zertifikate von der SubCA3 abgeleitet werden und in Konnektoren eingebracht werden. Für Primärsysteme ist die Auswirkung ausschließlich in dem Fall relevant, bei dem zwischen Primärsystem und Konnektor TLS konfiguriert wird und zusätzlich eine CA-Prüfung des Konnektor-TLS-Serverzertifikates durchgeführt wird. Falls eine CA-Prüfung des Konnektor-TLS-Serverzertifikates am Primärsystem durchgeführt wird, muss diese Prüfung sowohl gegen die CA1 als auch gegen die CA3 durchgeführt werden. End-Entity-Zertifikate von Konnektoren können aus beiden CAs stammen. Die Komponenten-CAs sind in der aktuellen TSL enthalten. 

Generelle Implementierungshinweise

  • Der Implementierungsleitfaden Primärsysteme – Telematikinfrastruktur (TI) (einschließlich VSDM, QES-Basisdienste, KOM-LE) beschreibt die für die Implementierung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM) in Primärsystemen erforderlichen Vorgaben und ihre praktische Anwendung durch Primärsystemhersteller.
  • Die aktuelle Version dieses Implementierungsleitfadens [gemILF_PS] kann zusammen mit den Spezifikationen für den Online-Produktivbetrieb im Fachportal in der Rubrik Konzepte und Spezifikationen als Dokumentenpaket abgerufen werden.
  • In diesem Dokumentenpaket finden Sie auch die Implementierungsleitfäden Primärsysteme für die Anwendungen Notfalldaten-Management (NFDM) [gemILF_PS_NFDM] und elektronischer Medikationsplan/AMTS- Datenmanagement (Stufe A) [gemILF_PS_AMTS]
  • Zusätzliche Erläuterungen zu diesen Dokumenten finden Sie auf der Webseite zum aktuellen Release für den Online-Produktivbetrieb im Abschnitt Klarstellungen zu Spezifikationen – FAQ. Die FAQ-Liste 6 enthält u.a. Erläuterungen insbesondere zum Thema Versionierung der Konnektorschnittstelle und zur Kompatibilität zwischen unterschiedlichen Versionsständen von Diensten.
  • Die aktuellen Schnittstellendefinitionen des Konnektors im XSD- und WSDL-Format  finden Sie unter Schemata, WSDL- und andere Dateien.
  • Weitere Informationen zum Spezifikationsstand der aktuell für den Online-Produktivbetrieb zugelassenen Konnektoren können Sie den folgenden Dokumenten entnehmen:
  • Ältere Release-Stände sind hier im Fachportal der gematik abrufbar: https://fachportal.gematik.de/spezifikationen/historie/