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DiPag

Digitale Patientenrechnung

Was ist die DiPag?

Die Digitale Patientenrechnung (DiPag) ist eine der ersten TI-2.0-Anwendungen zur standardisierten, sicheren und strukturierten Übermittlung von Patientenrechnungen. Sie ermöglicht einen medienbruchfreien digitalen Prozess zwischen Leistungserbringern, Versicherten und Kostenträgern – unabhängig davon, ob Rechnungen bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung eingereicht werden. 

Die DiPag bildet bestehende Rechnungsworkflows digital ab: Leistungserbringer stellen Rechnungen an Versicherte. Versicherte entscheiden ob und wann sie diese bei ihrem Kostenträger einreichen. Die Kostenträger erhalten ausschließlich die aktiv eingereichten Rechnungen. Die Rechnungen werden inklusive aller zugehörigen Dokumente im Fachdienst für den Versicherten bereitgestellt. Dadurch profitieren alle Beteiligten von höherer Datenqualität, reduzierten Rückfragen und einer effizienteren Weiterverarbeitung.

Einführung der DiPag
Die Einführung der DiPag erfolgt schrittweise, der Produktivstart ist für Ende 2026 geplant. Informationen zu Pilotierungen, Tests und Roadmap werden fortlaufend auf dieser Seite veröffentlicht.

Wie funktioniert die DiPag?

Die DiPag ist vollständig internetbasiert und nach dem Architekturansatz der TI 2.0 umgesetzt. Der DiPag-Fachdienst ist direkt über das Internet erreichbar – für Leistungserbringer, Versicherte, Kostenträger und Abrechnungsdienstleister. Eine Nutzung des geschlossenen TI-Netzes ist nicht mehr erforderlich.

Im Zentrum steht der DiPag-Fachdienst als technische Drehscheibe. Leistungserbringer übermitteln strukturierte Rechnungsdaten an den Fachdienst. Dort erfolgt eine zentrale Validierung gegen FHIR-Profile. Diese fachliche und technische Prüfung stellt sicher, dass nur qualitätsgesicherte Daten bereitgestellt werden.

Die Sicherheitsarchitektur folgt dem Zero-Trust-Prinzip (ZETA). Registrierte und attestierte Clients sowie tokenbasierte Autorisierung gewährleisten, dass ausschließlich berechtigte Anwendungen auf Rechnungsdaten zugreifen können.

Der Fachdienst dient der zeitlich begrenzten Bereitstellung der Rechnungen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und ist kein Archiv. Perspektivisch ist eine ergänzende Ablage in der elektronischen Patientenakte (ePA) vorgesehen.

Nutzen & Mehrwert

Die Digitale Patientenrechnung schafft einen einheitlichen, standardisierten Prozess für Rechnungsstellung, Bereitstellung und Einreichung. Leistungserbringer, Versicherte und Kostenträger profitieren von einem klar definierten, medienbruchfreien digitalen Rechnungsworkflow.

Technische Dokumentation & Spezifikation

Die Spezifikationsdokumente stehen in den Formaten HTML und PDF zur Verfügung und werden fortlaufend aktualisiert. Weitere Dokumente wie Produkttypsteckbriefe, Anbietersteckbriefe und Sicherheitsstandards werden sukzessive ergänzt.

Interoperabilität

Für die einheitliche Umsetzung und den systemübergreifenden Datenaustausch stellt die gematik die FHIR-Artefakte zur Digitalen Patientenrechnung bereit (Profile, ValueSets, Beispiele). Diese dienen Herstellern als Grundlage für eine interoperable Implementierung.

Zeitplan & Pilotierung

Zur frühzeitigen Erprobung startet eine Pilotgruppe mit Kostenträgern, Primärsystem-Herstellern und App-Herstellern. Ziel ist es, Integrationsszenarien praxisnah zu testen und Erfahrungen transparent auszutauschen.

Kontakt & Support

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt: DiPag[at]gematik(dot)de

Weiterführende Informationen