
Releaseinformationen
2026 1. Halbjahr
Für Leistungserbringende:
Mit der Umsetzung von strukturierten KIM-Nachrichten in E-Rezept - eRp 26.1 können stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen Rezepte digital bei Arztpraxen anfordern und in Apotheken einlösen. Durch die Automatisierung der Nachrichtenverarbeitung entsteht eine Arbeitserleichterung für Praxen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen. Für die Umsetzung durch Primärsysteme gibt es keine Verpflichtung.
Mit VSDM 2.0 können die standardisierten und abgestimmten Versicherungsdaten bei den Kassen online abgefragt werden. Updates der eGK im Feld sind nicht mehr notwendig. Die Komplexität der sichtbaren Produktkette kann reduziert werden.
Mit PoPP 1.0 wird der Einsatz von Standard-Kartenlesern (auch Smartphones mit NFC Leser) ermöglicht. Dadurch entfällt für Leistungserbringende in viele Versorgungsszenarien die Notwendigkeit Spezialhardware (eHealth-Kartenterminals) zum Einlesen der eGK zu nutzen. Dies ist ein wichtiger Baustein für eine leichtgewichtige Ausstattung in mobilen Einsatzszenarien wie für Haus- und Heimbesuchen.
Mit dem Update auf die PTV6 in Konn 1.2 wird sichergestellt, dass der TI-Zugang nach dem Wechsel auf den ECC-Verschlüsslungsalgorithmus kompatibel ist und ihr Konnektor oder TI-Gateway bereit für "Proof of Patience Presence" ist.
Durch TI-Zugang - TI-G 2.0 erfolgt das Update auf ECC-Verschlüsselung, die PoPP-Vorbereitung und die chipkartenfreie Institutsidentität. Die Anpassungen erhöhen die Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit der TI-Kommunikation, reduzieren Ausfallzeiten und Verwaltungsaufwand und beschleunigen digitale Prozesse, sodass Patientendaten geschützt sind und Versorgungsleistungen stabil und reibungslos bereitgestellt werden.
Mit Identitätsherausgabe - IDH SMB 1.2 können im gematik Herausgabebereich stehende Leistungserbringer‑Institutionen und ‑Organisationen eine kartenungebundene, digitale Institutionsidentität erhalten. Dadurch entfallen Abhängigkeiten von physischen Karten (SMC‑B), während Sicherheit, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit gesteigert werden.
2026 2. Halbjahr
Für Versicherte:
Mit der ePA 3.1.3 - Teil 1 steht Versicherten ein digitaler Medikationsplan zur Verfügung, der ihre Arzneimittelanwendung unterstützt und sie können Push-Notifications über die ePA-App erhalten, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Mit der Digitalen Patientenrechnung - DiPag 1.0 können Rechnungen für medizinische oder sonstige Leistungen von Ärzten, Zahnärzten und Apothekern, die nicht dem Sachleistungsprinzip unterliegen, digital erhalten und an den Kostenträger weitergeben werden, wodurch die Datenqualität und Geschwindigkeit der Verarbeitung gesteigert werden.
Für Leistungserbringende:
Mit der ePA 3.1.3 - Teil 1 steht Leistungserbringenden ein kollaborativ gepflegter Medikationsplan zur Verfügung, der die Anamnese unterstützt.
Mit der DiPag 1.0 können Rechnungen für medizinische oder sonstige Leistungen von Ärzten, Zahnärzten und Apothekern die nicht dem Sachleistungsprinzip unterliegen digital an den Versicherten über den E-Rechnungs-Fachdienst eingestellt werden.
Mit PoPP 2.0 werden telemedizinische Anwendungsfälle unterstützt, darunter Fernbehandlungen sowie die Ablösung von CardLink. Neben der elektronischen Gesundheitskarte steht Versicherten zusätzlich die Gesundheits-ID als Authentifizierungs- und Autorisierungsmittel, auch in vor-Ort-Szenarien, zur Verfügung.
Mit ZETA 2.0 wird ZETA um den mobilen und stationären Zugang für Versicherte erweitert. Hierbei können zur Authentifizierung sowohl die eGK als auch die GesundheitsID durch Versicherte eingesetzt werden. Versicherte können als aktiver Teilnehmer in verschiedenen Versorgungsprozessen mit einer einheitlichen Zugangslösung für alle TI-Anwendungen von verschiedenen Endgeräten aus (z.B. Smartphone, PC) sicher in Versorgungsprozesse eingebunden werden und auf ihre sensiblen Gesundheitsdaten zugreifen.
Anschließend zur Einführung von ZETA 2.0 über die Digitale Patientenrechnung und PoPP Stufe 2 werden alle weiteren TI-Anwendungen mit einem Versichertenzugang zur TI auf ZETA umgestellt.
Mit KIM 1.5.5 wird ein höheres Sicherheitsniveau für den Versand verschiedener patientenbezogener Daten ermöglicht, indem Zertifikate nach dem Prinzip ECC-only genutzt werden.
Mit IDH SMB 1.1 kann das deutsche NCPeH das Land, mit welchem kommuniziert wird, überprüfen. Zusätzlich wird Nutzern der ePA eine gezielte Ländersuche ermöglicht, indem für jede Länderidentität ein Eintrag im Verzeichnisdienst angelegt wird.
2027 1. Halbjahr
Für Versicherte:
Mit ePA 3.1.3 - Teil 2 können Versicherte Dokumente in ihrer ePA im Volltext durchsuchen. Außerdem können sie Daten an die Forschung spenden.
Mit der Umsetzung des MyHealth@EU - NCPeH 2.1 wird es für in Deutschland Versicherte möglich sein, dass sie ein E-Rezept in ausgewählten europäischen Ländern einlösen können. Weitere Länder folgen sukzessive.
Mit TI-G 3.0 werden durch die vereinfachte und skalierbare TI-Anbindung von Cloud-basierten Clientsystemen mehr Anwendungen und Nutzerzugriffe bei höherer Betriebsstabilität ermöglicht, wodurch digitale Versorgungsprozesse zuverlässiger und schneller ablaufen. Besonders mobile medizinische Szenarien – etwa Visiten-Apps, Notfalldienste oder Homecare – profitieren, da der sichere Zugriff auf Patientendaten ortsunabhängig stabil funktioniert und Arbeitsabläufe ohne technische Unterbrechungen unterstützt werden.
Für Leistungserbringende:
Mit ePA 3.1.3 - Teil 2 können Leistungserbringende Dokumente in der ePA im Volltext durchsuchen, um schneller wichtige Informationen zu finden. Außerdem können forschende Leistungserbringende Daten aus der Versorgung mit der ePA nutzen.
Mit dem TI-Messenger - TI-M Pro 1.1 Erfolgt die nahtlose Einbindung in Primärsysteme und Fachanwendungen, wodurch Medienbrüche und manuelle Übergaben reduziert werden. Einrichtungen profitieren von stabilen, integrierten Kommunikationsabläufen, die Skalierung ermöglichen, ohne zusätzliches Personal für manuelle Koordination zu binden.
Mit HDDT 1.0 wird die Nutzung patientengenerierter Gesundheitsdaten aus Hilfsmitteln und Implantaten bei der Versorgung durch DiGAs erleichtert und ermöglicht neue datengetriebene Behandlungsangebote.
2027 2. Halbjahr
Für Versicherte:
Mit der ePA 3.2 sind Laborbefunde und -verläufe in der ePA direkt nach Erstellung des Befunds im Labor verfügbar.
Mit E-Rezept - eRp 27.2 können T-Rezepte und Betäubungsmittel, sowie Verordnungen häuslicher Krankenpflege elektronisch verordnet werden.
Mit Umsetzung der E-Verordnung Heilmittel in E-Rezept - eRP 27.4 können Heilmittel elektronisch verordnet werden. Mit der Umsetzung werden Komfortfunktionen für Versicherte angestrebt, wie beispielsweise einfache Leistungserbringersuche nach Spezialgebieten und Bereitstellung der E-Verordnung bei Terminvereinbarung.
Für Leistungserbringende:
Mit der ePA 3.2 sind Laborbefunde und -verläufe einrichtungsübergreifend verfügbar, sodass Befundanfragen und Doppeluntersuchungen vermieden und die Entscheidungsqualität verbessert wird.
Mit E-Rezept - eRp 27.2 werden elektronische Verordnungen von T-Rezepten ermöglicht, separate Vordrucke werden damit abgelöst. Die Übermittlung der Abgabenachweise an das BfArM erfolgt elektronisch und automatisiert, es entfällt daher die Papierdokumentation und der Versand per Post. Außerdem beinhaltet das Release die Umsetzung der elektronischen Verordnung von Betäubungsmitteln und ermöglicht den Verzicht auf die Verwendung alter Nadeldrucker für die Bedruckung bisheriger Rezeptformulare und Ablage derer Durchschläge in Aktenordnern zur Dokumentation. Verschreibungsnachweise und Abgabenachweise werden digitalisiert und die Berechtigung zur Verschreibung wird unmittelbar in jedem Verordnungsvorgang geprüft.
Die elektronische Verordnung häuslicher Krankenpflege in E-Rezept - eRP 27.2 bildet den ersten Entscheidungsprozess eines Kostenträgers ab und ermöglicht erstmals Korrekturanfragen an verordnende Ärzte. Ein schnellerer sektorübergreifender Austausch zwischen Ärzten, Pflegediensten und Krankenkassen wird realisiert. Verordnung und Antrag in Papierform werden abgeschafft.
Die elektronische Verordnung von Heilmitteln in E-Rezept - eRP 27.4 nutzt die Möglichkeiten von Korrekturanfragen und ermöglicht bei Bedarf schnellere Anpassungen einer Verordnung und eine Beschleunigung der Abstimmungen zwischen den Leistungserbringern. Fehlerquellen im Prozess werden minimiert und Medienbrüche vermieden.
Mit TI-M Pro 1.2 werden sichere Profile und Identitäten sowie die Betriebsumgebung für Bots inklusive standardisierter Bot‑Profile fokussiert. Entlang des Versorgungspfades entstehen dadurch beschleunigte Informationsflüsse ohne zusätzliche Schichten, geringere Warte‑ und Liegezeiten durch schnellere Abstimmungen zwischen Leistungserbringenden sowie eine Entlastung des Personals.
Hinweise zur Nutzung der OneRoadmap
Die OneRoadmap der gematik stellt in erster Linie die Planung der verschiedenen Produkte dar.
Zu sehen sind die Phasen des Produktentwicklungszyklus, die durchlaufen werden müssen, bis die jeweiligen Produkte oder Weiterentwicklungen in der Realität ihre Wirkung entfalten. Die Phasen werden typischerweise mit einem Meilenstein abgeschlossen.
Phasen der Produktentwicklung:
Die "Aktuelle Phase" beschreibt den momentanen Stand im Produktentwicklungszyklus.
Produktentwicklungsphasen
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Ininitiale Qualifizierung und Planung
Meilenstein 1: Grobkonzept erstellt
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Konzeption und Kommentierung
Meilenstein 2: Konzeption veröffentlicht
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Spezifikation inkl. Gesellschafterkommentierung
Meilenstein 3: Spezifikation veröffentlicht
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Entwicklung der Produkte
Meilenstein 4: Entwicklung abgeschlossen/ erster Zulassungsantrag eingegangen
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Zulassungstests und Zulassungsprozess
Meilenstein 5: Erste Produktzulassung erteilt
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Erste Erlebbarkeit im Feld
Meilenstein 6: Erste Inbetriebnahme PU erfolgt
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Hypercare für Pilot oder Modellregion
Meilenstein 7: Hypercare-, Pilot abgeschlossen / Bereit zum Start (Massen-) Rollout
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Bundesweiter Rollout der Produkte
Meilenstein 8: Rollout abgeschlossen
Auf Grund der Diversität der Produkte, werden nicht immer alle Phasen durchlaufen. Nicht zu durchlaufende Phasen werden übersprungen und nicht in der Roadmap abgebildet.
Meilensteine werden monatsgenau dargestellt. Sollten mehrere Meilensteine auf einen Monat fallen, zeigt die Roadmap nur den jeweils letzten Meilenstein an.
Die Roadmap zum Download
Diese pdf-Version ist die offizielle, veröffentlichte Version der OneRoadmap für die gematik-Produkte für das aktuell laufende Quartal.
Diese Excel-Version wird als Arbeitsversion zur OneRoadmap der gematik-Produkte zur Verfügung gestellt.
Bei geeignetem Download, lassen sich zahlreiche Filtermöglichkeiten einstellen, die verschiedenste Sichten ermöglichen.
In dieser Version können über Filter auch die Ansichten für Primärsysteme und Frontends der Versicherten erstellt werden.